T2_nkf-sum-18-6397-1200x801.jpg

Startups sind die Treiber der Digitalisierung und daher ideale Kooperationspartner für den deutschen Mittelstand. Der NKF Summit Vol. 4 bringt im November beide Welten in Berlin zusammen.

 

Es besteht Handlungsbedarf. „Große Unternehmen laufen Gefahr, nach der verschlafenen Kommerzialisierung des Internets auch bei der Digitalisierung beziehungsweise der Vernetzung der Wirtschaft zu den Verlierern zu gehören“, warnt Peter Lennartz, Leiter der EY Start-up-Initiative. Der Schlüssel liegt in der Zusammenarbeit von Corporates und Startups. Denn Startups sind in der digitalen Welt zu Hause.

Eine Kooperation kann enorme Synergien freisetzen. Der deutsche Mittelstand und die Großkonzerne haben Kapital und ein Netzwerk aus Partnern, Kunden und Zulieferern. Die Startups können Digitalisierung und bringen das richtige Mindset aus Agilität, Mut und Fehlerkultur für den Wandel mit. Eine aktuelle Umfrage des Bitkom zeigt aber: Es fehlt über alle Branchen hinweg vielen Mittelständlern an Kontakt mit Startups. 61 Prozent der Firmen (ab 20 Mitarbeiter) gaben an, dass sie überhaupt nicht mit Startups zusammenarbeiten. Unter den Mittelständlern mit 50 bis 499 Mitarbeitern sind es sogar noch weniger Kontakte.

 

Vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit erkennen

Und auch der aktuelle Startup-Monitor des Bundesverbands Deutsche Startups zeichnet ein düsteres Bild: Während 2016 noch 70 Prozent der Startups angaben, mit etablierten Unternehmen zu kooperieren, waren es 2017 nur etwa die Hälfte der Startups. „Der Mittelstand läuft Gefahr, den Anschluss bei der Digitalisierung zu verlieren“, sagt Verbandsvorsitzender Florian Nöll. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Laut Startup-Monitor sind Marketing-Kooperationen am häufigsten (51,2 Prozent), gefolgt von Forschungs- und Entwicklungskooperationen (46,2 Prozent), Rahmenlieferverträgen (42,5 Prozent) und der Zusammenarbeit in Inkubatoren sowie Acceleratoren (14,0 Prozent).

„Champions müssen offen für das Disruptive sein, das alles über den Haufen wirft“, sagt Unternehmer und Investor Florian Langenscheidt. In seiner Keynote auf dem NKF Summit im vergangenen Jahr mahnte er etablierte Unternehmen, die Digitalisierung nicht zu verschlafen. Namhafte Unternehmen wie etwa Audi, Daimler, EY, L’Oréal, SAP, Viessmann und Würth nutzten bereits den NKF Summit, um ihre Strategien und Wege der Zusammenarbeit mit Startups vorzustellen. Auf der anderen Seite präsentierten Startups wie Delivery Hero, Solarisbank, Opinary, Coolar oder Einhorn ihre disruptiven Geschäftsmodelle und Erfahrungen.

Auch der kommende NKF Summit Vol. 4 versteht sich als Kurator zwischen den Welten und bringt Old und New Economy am 15. November 2018 im Berliner Radialsystem V zusammen. Hier lernen Manager etablierter Unternehmen die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten kennen und haben Gelegenheit, sich mit Branchenexperten, Top-Managern von Großkonzernen und Startup-Gründern auszutauschen. In inspirierenden Vorträgen, Panel Diskussionen, Workshops und Startup Pitches erhalten die Teilnehmer bereits zum vierten Mal in Folge Insights und Analysen zu den wichtigsten Trends der New Economy und legen den Grundstein für die eigene Erfolgsgeschichte.

Gefordert sind vor allem die Führungskräfte: „Innovation entsteht nur dann, wenn diejenigen, die die große Maschinerie antreiben, Innovation wirklich permanent einfordern“, sagt Telekom-Chef Tim Höttges. Jeder in seinem Bereich müsse sich kontinuierlich fragen: Was tue ich, um mein Geschäft zu verändern? „Wenn dieser Mechanismus in den Köpfen der Menschen verankert ist, dann entsteht ein Pull-Effekt, eine starke Nachfrage nach Innovationen“, ist Höttges überzeugt.


T1_nkf-sum-18-6415-1200x801.jpg

Etablierte Unternehmen müssen lernen, mit dem Tempo des digitalen Wandels Schritt zu halten. Der NKF Summit Vol. 4 bereitet Manager auf die Herausforderungen der Zukunft vor.

 

Dass Erfolg kein Kissen ist, auf dem man sich ausruhen kann, musste Florian Langenscheidt schmerzlich erfahren. Erst als Vorstand, dann als Aufsichtsrat verantwortete er von 1998 bis 2009 die Geschicke der Brockhaus AG. „92 Prozent der Deutschen kannten unsere Marke, wir hatten große Zeiten und haben noch in den 90er Jahren unendlich viel Geld verdient. Plötzlich kamen Google und Wikipedia und wir dachten, das sei Quatsch“, berichtet Langenscheidt den rund 500 Zuhörern auf dem NKF Summit Vol. 2 in Berlin. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung gibt Managern wichtige Impulse für die digitale Transformation von Unternehmen. In seiner Keynote will Langenscheidt die Zuhörer wachrütteln. Er habe sich damals nicht vorstellen können, dass ein Projekt, an dem alle mitschreiben können, erfolgreicher sein könne, als die traditionsreiche Brockhaus-Redaktion.

 

  1. Eigenwahrnehmung und „digitale“ Realität passen in vielen Unternehmen nicht zusammen

Der Hang zur Selbstzufriedenheit und -überschätzung ist kein seltenes Phänomen. Zwar sehen sich nach einer GfK-Analyse rund 42 Prozent aller Unternehmen als „sehr gut“ oder „gut“ aufgestellt, wenn es um die Herausforderungen der digitalen Transformation geht. Die Realität sieht aber anders aus. „Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung der deutschen Unternehmen und den realen Herausforderungen durch die Digitalisierung“, resümiert Philipp Depiereux. Der Gründer und Geschäftsführer der Digitalberatung und des Company Builders etventure ist einer der mehr als 50 Experten auf dem kommenden NKF Summit Vol. 4 am 15. November in Berlin. Depiereux wird mit Robin Weninger (Managing Director, German Tech Entrepreneurship Center GTEC), Annabelle Jenisch (Consultant, TLGG) und Markus Berger-de León (Digital Partner, McKinsey) die umstrittene Rolle von Digitalberatern diskutieren.

 

  1. Startups entscheiden schneller – Manager können das nutzen

Gerade im Mittelstand haben viele Marktteilnehmer wichtige Trends zu spät realisiert. Die Unternehmen, die die Digitalisierung nicht meistern, werden wahrscheinlich von der Bildfläche verschwinden. Damit es nicht so weit kommt, muss sich die Einstellung der Menschen ändern, sagt Rahmyn Kress, Chief Digital Officer bei Henkel und Speaker beim vergangenen NKF Summit in Düsseldorf. „Ohne eine kulturelle Transformation, bei der sich die Ausrichtung und Einstellung der Mitarbeiter ändert, wird es keine digitale Transformation oder Gründerfreundlichkeit geben. Unternehmerisches Denken, maximale Vernetzung, Anpassungsfähigkeit und ein konsequenter Fokus auf die Menschen sind hierbei wichtig“, sagt Kress.

 

  1. Tradition und Innovation sind kein Widerspruch

Ohne diese Erkenntnis und den Willen zur Umsetzung werden es etablierte Unternehmen schwer haben. Die Gefahr ist groß, dass sie von Mitbewerbern und jungen Startups überholt werden. Diese konzentrieren sich voll auf die Bedürfnisse der Kunden und trimmen alle Prozesse dank digitaler Technologien auf höchste Effizienz. Mit ihrem offensiven Ansatz entwickeln sich immer mehr junge Unternehmen zu echten Rivalen der Platzhirsche. Die oft familiengeführten Mittelständler dagegen sehen es als eigene Stärke an, in Generationen zu denken und Entscheidungen nachhaltig zu treffen. Sie können auf dem NKF Summit Vol. 4 am 15. November 2018 lernen, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind und im Austausch mit erfahrenen Managern und Startups die Weichen für die Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen stellen.

Der NKF Summit präsentiert bereits zum vierten Mal in Folge spannende Experten aus der Digitalszene und holt Gründer und Führungskräfte etablierter Unternehmen auf die Bühne. In inspirierenden Vorträgen, Panel Diskussionen, Workshops und Startup Pitches erhalten Manager Insights und Analysen zu den wichtigsten Trends der New Economy und legen den Grundstein für die eigene Erfolgsgeschichte.