Dem deutschen Mittelstand droht das Aus

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Etablierte Unternehmen müssen lernen, mit dem Tempo des digitalen Wandels Schritt zu halten. Der NKF Summit Vol. 4 bereitet Manager auf die Herausforderungen der Zukunft vor.

 

Dass Erfolg kein Kissen ist, auf dem man sich ausruhen kann, musste Florian Langenscheidt schmerzlich erfahren. Erst als Vorstand, dann als Aufsichtsrat verantwortete er von 1998 bis 2009 die Geschicke der Brockhaus AG. „92 Prozent der Deutschen kannten unsere Marke, wir hatten große Zeiten und haben noch in den 90er Jahren unendlich viel Geld verdient. Plötzlich kamen Google und Wikipedia und wir dachten, das sei Quatsch“, berichtet Langenscheidt den rund 500 Zuhörern auf dem NKF Summit Vol. 2 in Berlin. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung gibt Managern wichtige Impulse für die digitale Transformation von Unternehmen. In seiner Keynote will Langenscheidt die Zuhörer wachrütteln. Er habe sich damals nicht vorstellen können, dass ein Projekt, an dem alle mitschreiben können, erfolgreicher sein könne, als die traditionsreiche Brockhaus-Redaktion.

 

  1. Eigenwahrnehmung und „digitale“ Realität passen in vielen Unternehmen nicht zusammen

Der Hang zur Selbstzufriedenheit und -überschätzung ist kein seltenes Phänomen. Zwar sehen sich nach einer GfK-Analyse rund 42 Prozent aller Unternehmen als „sehr gut“ oder „gut“ aufgestellt, wenn es um die Herausforderungen der digitalen Transformation geht. Die Realität sieht aber anders aus. „Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung der deutschen Unternehmen und den realen Herausforderungen durch die Digitalisierung“, resümiert Philipp Depiereux. Der Gründer und Geschäftsführer der Digitalberatung und des Company Builders etventure ist einer der mehr als 50 Experten auf dem kommenden NKF Summit Vol. 4 am 15. November in Berlin. Depiereux wird mit Robin Weninger (Managing Director, German Tech Entrepreneurship Center GTEC), Annabelle Jenisch (Consultant, TLGG) und Markus Berger-de León (Digital Partner, McKinsey) die umstrittene Rolle von Digitalberatern diskutieren.

 

  1. Startups entscheiden schneller – Manager können das nutzen

Gerade im Mittelstand haben viele Marktteilnehmer wichtige Trends zu spät realisiert. Die Unternehmen, die die Digitalisierung nicht meistern, werden wahrscheinlich von der Bildfläche verschwinden. Damit es nicht so weit kommt, muss sich die Einstellung der Menschen ändern, sagt Rahmyn Kress, Chief Digital Officer bei Henkel und Speaker beim vergangenen NKF Summit in Düsseldorf. „Ohne eine kulturelle Transformation, bei der sich die Ausrichtung und Einstellung der Mitarbeiter ändert, wird es keine digitale Transformation oder Gründerfreundlichkeit geben. Unternehmerisches Denken, maximale Vernetzung, Anpassungsfähigkeit und ein konsequenter Fokus auf die Menschen sind hierbei wichtig“, sagt Kress.

 

  1. Tradition und Innovation sind kein Widerspruch

Ohne diese Erkenntnis und den Willen zur Umsetzung werden es etablierte Unternehmen schwer haben. Die Gefahr ist groß, dass sie von Mitbewerbern und jungen Startups überholt werden. Diese konzentrieren sich voll auf die Bedürfnisse der Kunden und trimmen alle Prozesse dank digitaler Technologien auf höchste Effizienz. Mit ihrem offensiven Ansatz entwickeln sich immer mehr junge Unternehmen zu echten Rivalen der Platzhirsche. Die oft familiengeführten Mittelständler dagegen sehen es als eigene Stärke an, in Generationen zu denken und Entscheidungen nachhaltig zu treffen. Sie können auf dem NKF Summit Vol. 4 am 15. November 2018 lernen, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind und im Austausch mit erfahrenen Managern und Startups die Weichen für die Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen stellen.

Der NKF Summit präsentiert bereits zum vierten Mal in Folge spannende Experten aus der Digitalszene und holt Gründer und Führungskräfte etablierter Unternehmen auf die Bühne. In inspirierenden Vorträgen, Panel Diskussionen, Workshops und Startup Pitches erhalten Manager Insights und Analysen zu den wichtigsten Trends der New Economy und legen den Grundstein für die eigene Erfolgsgeschichte.