Talentschmiede Sachsen

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Sachsen hat in Sachen Startups und Innovation eine Menge zu bieten. So wird etwa Förderung im Freistaat groß geschrieben. Ein Überblick zum Startup-Ökosystem Sachsen, es bleibt auf jeden Fall spannend!

4,6 Prozent aller deutschen Startups kommen aus Sachsen. Damit liegt der Freistaat zwar nicht an der Spitze, aber immerhin auf Platz sieben im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Und das Potenzial auf einen großen Sprung nach vorne ist groß. Nach Angaben des aktuellen Startup-Barometers wurden im ersten Halbjahr 2017 34 Millionen Euro in Startups aus Sachsen investiert.

 

Zwei DigitalHubs in Sachsen

Gleich zwei sächsische Städte wurden im Rahmen der DigitalHub Initiative 2018 als Gründungs-Knotenpunkte der Zukunft ausgewählt. Die vom Bundeswirtschaftsministerium und dem Digitalverband Bitkom ins Leben gerufene Initiative setzt auf Dresden als „Smart Systems Hub – Enabling IoT“.  Damit soll die Vielzahl an bereits bestehenden Infrastrukturen, Initiativen, Themen und Verbünden zusammengeführt und einzelne fehlende Kompetenzen gezielt ergänzt werden.

 

In Leipzig wird mit dem „Smart Infrastructure Hub“ der Schwerpunkt auf Energie, Gesundheit und Smart City gelegt, also auf intelligente Gebäudetechnik, digitale Stadtinfrastruktur und natürlich E-Mobilität.

 

„Wer mit digitalen Geschäftsmodellen und Software die Welt verändern will, ist in Sachsen genau richtig. Mit einer der größten Informatik-Fakultäten Deutschlands, dem Digital Hub „Smart Systems and Infrastructure“ und einer wachsenden Halbleiter- und Software-Industrie bieten sich vielfältige Andockstellen“, beurteilt Frank Pankotsch, Geschäftsführer von dresden|exists den Standort. „Digital ist überall. Doch in Sachsen entstehen die Technologien, die die Digitalisierung erst möglich machen“, meint auch Thomas Schulz, Head Of Operations der HighTech Startbahn. „Sachsens Kompetenzen liegen vor allem in den sogenannten enabling technologies, also Mikroelektronik.“

 

Das Potenzial ist immens

Tatsächlich kommt jeder zweite in Europa gefertigte Chip aus Dresden, die Zahl der Beschäftigten in der Softwarebranche hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf 25.000 verdoppelt und soll bis 2025 auf 50.000 anwachsen. Das Potenzial ist immens und mit Organisationen wie Silicon Saxony werden die nötigen Netzwerke zwischen industriellen Partnern, Startups und Forschungseinrichtungen geknüpft.

 

„Mit Vertretern der industriellen Player wie Infineon, Globalfroundries, SAP oder T-Systems Multimedia Solutions im Vorstand sehen wir unsere Kernkompetenz in der Vernetzung”, erklärt Frank Bösenberg, Managing Director von Silicon Saxony. „Sachsen ist ganz klar ein super Pflaster für Hochtechnologie.” Erfolgsbeispiel ist die Übernahme des Dresdner Siliziumkarbid-Startups Silectra durch Infineon für 124 Millionen Euro im November 2018.

 

„Aber auch Startups mit B2B-Geschäftsmodellen in klassischen Industrien sind hier genau richtig, egal ob Automation, Sensorik, Mobilität oder Leichtbau – Sachsen hat die Industrie, die Ingenieure und die Netzwerke“, sagt Dr. Frank Pankotsch, Geschäftsführer von dresden|exists. So konnte sich 2018 das Startup Naventik, eine Ausgründung der TU Chemnitz, die nötigen Investitionen sichern, um die Technologie hin zur Marktreife zu entwickeln. Ziel von Naventik ist mehr Sicherheit bei Manövern von autonom fahrenden Autos. Natürlich ist VW bereits mit an Bord.

 

Der nächste Elektro-VW kommt aus Sachsen

Mit fünf Fahrzeug- und Motorenwerken von Volkswagen, BMW und Porsche sowie rund 780 Zulieferern, Ausrüstern und Dienstleistern der Branche zählt das „Autoland Sachsen“ zu den deutschen Top-Standorten. Porsche baut hier. Das BMW-Werk Leipzig ist das Elektromobilitäts-Kompetenzzentrum des Konzerns. Und Volkswagen ist an drei Standorten aktiv.

Der nächste brandneue Elektro-VW wird aus Sachsen kommen, genauer aus Zwickau. Bereits im November soll im sächsischen Werk die Serienproduktion starten, bis zu 1.500 Fahrzeuge täglich. Gleichzeitig werden in der Gläsernen Manufaktur in Dresden, einem von VW und der Dresdner Wirtschaftsförderung unterstützen Inkubatoren-Programm, weitere Innovationen entwickelt. „Unsere Philosophie lautet: Das Startup-Team konzentriert sich auf die Idee und die eigene Kernkompetenz. Wir übernehmen den Rest“, so Kai Siedlatzek, Finanzchef von VW Sachsen. Eine Philosophie, die den Standort Sachsen generell auszeichnet.

Mit der höchsten Fördermittelquote pro Student, der höchsten Anzahl an Gründungs- und Ideenwettbewerben und der höchsten Bewilligungsquote bei Förderanträgen bundesweit zeigt auch der Freistaat Sachsen selbst, wie viel ihm an seinen Talenten liegt.

 

Die ausführliche Standortanalyse zum Startup-Ökosystem Sachsen lesen Sie auf Berlin Valley.